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Neue Naturbestattungen in Wettelsheim
Kreis mit 21 Urnengräbern - Preis in Bubenheim steigt

Wettelsheim/Bubenheim - Laut Pfarrerin Manuela Reißig sind heute in Großstädten mehr als die Hälfte aller Beisetzungen Feuerbestattungen. Auch auf dem Land sei diese Form zunehmend gefragt. Immer häufiger würden sich die Familien allerdings eine möglichst einfache Grabpflege wünschen, da die Angehörigen längst nicht mehr alle vor Ort wohnen.

Diesem Wunsch will die Kirchengemeinde nun nachkommen und bietet auf dem Wettelsheimer Friedhof ab sofort Naturbestattungen an. Dabei werden jeweils bis zu 21 Urnengräber in zwei konzentrischen Kreisen um einen Baum angeordnet. Steine mit Namen und Lebensdaten der Verstorbenen werden darüber in die Erde versenkt und schließen mit dem Rasen ab. Wie bei einem traditionellen Grab, können Angehörige ein "Urnenbaumgrab" für 20 Jahre mieten. Dies kostet 160 Euro.

Sowohl für ein Urnengrab als auch für ein Urnenbaumgrab schreibt die Kirchengemeinde in ihrer jüngst geänderten Friedhofssatzung die Verwendung von schnell verrottenden Bio-Naturstoffurnen vor. So zerfällt die Urne zusammen mit der Asche.

Für den Friedhof der evangelischen Kirchenstiftung Bubenheim gilt überdies mit Wirkung zum heutigen Donnerstag eine geänderte Gebührenordnung. Dort beträgt die Miete für ein Urnengrab künftig 200 Euro für 20 Jahre. Die neue Gebührenordnung liegt für vier Wochen im Pfarramt auf und ist zu den Bürozeiten einzusehen.


Neue Naturbestattungen in Wettelsheim

Behütet unter starken Ästen, ruhen die Toten in Wettelsheim künftig in kreisförmig gruppierten Urnengräbern.
Pressemitteilung; Foto: privat